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Mentale Stärke – Hilft Camping gegen Depressionen?

Eine innere Unruhe, Unbehagen, Stress – heutzutage ein Teil vieler Leben, besonders derer, die in schnellen und hektischen Großstädten leben. Man hat ständig Verpflichtungen nachzugehen, muss ständig informiert und erreichbar sein. Wahrscheinlich hast du kaum Zeit, deine Gedanken mal in Ruhe zu reflektieren.

Auf Dauer kann das negative Auswirkungen auf deine körperliche und auch mentale Gesundheit haben. Folgen wie zum Beispiel Depressionen. Oftmals sind Depressionen phasenweise Folgen von Ängsten und Stress. Sie verleiten die Menschen dazu, die Sicht auf das große Ganze zu verlieren.

Anstatt die schönen Dinge zu genießen, fokussieren sie sich auf die Schwierigkeiten und das Scheitern. Eine wirksame Möglichkeit gegen all das anzugehen, bietet Camping und das Wandern in der Natur. Doch welche Vorteile hat das Campen für die mentale Verfassung und hilft Camping gegen Depressionen?

Camping kann gegen Depressionen helfen, da es zum Abbau von Ängsten und Stress verhilft. Durch das Verbringen von Zeit in der Natur kann den depressiven Phasen entgegengewirkt werden. Das Campen und auch Wandern stellen Möglichkeiten da, um aus der gefühlten Enge und Überforderung auszubrechen.

Fühlst du dich zum Beispiel gestresst von einem bevorstehenden Projekt, so kann eine Auszeit im Freien dir dabei helfen, zu erkennen, dass dieses Projekt eigentlich nur eine kleine Bedeutung in deinem Leben hat und da draußen eine riesige Welt ist, die es zu genießen gilt.

In der Natur liegt die Ruhe – Camping gegen Stress

Wenn du es dir im Bett gemütlich machst und deinen Körper herunter fährst, dann beanspruchst du einen ganz besonderen Teil deines Nervensystems – den Parasympathikus. Das parasympathische Nervensystem ist dafür zuständig, unseren Körper zu entspannen und Energie zu tanken. So lässt er den Blutdruck und die Herzfrequenz sinken und regt auch die Verdauung an.

Das wir heute in eher hektischen und schnellen Zeiten leben, haben wir ja schon erkannt. Dies wirkt sich auch auf den Parasympathikus aus: Er wird seltener beansprucht. Nervenbahnen die weniger genutzt werden, haben jedoch die Eigenschaft zu verkümmern bzw. verlieren an Wirkungskraft.

Doch keine Angst, durch wiederholtes Beanspruchen können sie wieder gestärkt werden und das solltest du auch tun. Interessanterweise lässt sich das parasympathische Nervensystem auch dadurch aktivieren, die freie Natur und besonders auch Tiere zu beobachten. Nimm dir also hin und wieder die Zeit in der Natur, gehe wandern und lass die beruhigende Wirkung deiner Umgebung auf dich wirken.

Stärke dein Gehirn – Wandere Richtung gesundes Gehirn

Wandern ist eine hervorragende Form der körperlichen Betätigung. Sie hilft nicht nur dabei, Gewicht zu verlieren und die Muskeln zu stärken, sondern auch dem Gehirn. Wenn deine Wanderungen fordernd genug sind, sodass deine Herzfrequenz steigt, so vergrößert sich auch dein Hippocampus.

Das ist ein Teil des Gehirns, der auch als Schaltstelle zwischen Kurz- und Langzeitgedächtnis gesehen wird und ist somit höchst wichtig für das Lernen.
Auch das Äußern von Emotionen wie Freude oder Angst wird durch den Hippocampus maßgeblich beeinflusst.

Man sagt, dass schon eine zwanzig minütige Wanderung die Art und Weise, wie das Gehirn Informationen verarbeitet, verbessern kann. Außerdem veranlasst Bewegung generell die Produktion von Wachstumsfaktoren, was auch die Produktion von gesunden Gehirnzellen anregt.

Durch Camping zum besseren Schlaf

Das Verbringen von Zeit in der Natur lässt mich also Stress abbauen und sogar mein Gehirn stärken. Aber auch die Schlafqualität kann dadurch verbessert werden. Es heißt, schon ein zweistündiger Spaziergang im Wald unterstützt die Schlafqualität und lindert Schlafprobleme. Normalerweise sind wir oft künstlichem Licht ausgesetzt.

Das hat zur Folge, dass unsere innere Uhr, unser Circadiane Rhythmus der maßgebend für unseren Wach-Schlaf-Rhythmus ist, durcheinander gerät und sich somit schlecht auf unseren Schlaf auswirkt. Außerdem beeinflusst das künstliche Licht die Produktion des Schlafhormons Melatonin, in dem es diese senkt.

Wenn du also wieder auf eine natürliche Art müde werden und schlafen möchtest, dann packe deine Sachen und gehe auf einen Campingausflug. Hier bist du weniger künstlichem Licht ausgesetzt und du lässt dich vielmehr auf den natürlichen Rhythmus von Tag und Nacht ein. Gehe hinaus und stelle deine innere Uhr.

Stelle dich dem Campingabenteuer – Mission Selbstvertrauen

Mit ausgewählter Ausrüstung in die Natur schreiten. Das ist fast schon wie der Beginn eines kleinen Abenteuers, einer Entdeckungsreise, welche nicht unbedingt leicht sein muss. Wenn du über längere Strecken wanderst, so wird dir vielleicht das ein oder andere Hindernis im Weg stehen, das es zu überwinden gilt.

Der gesamte Ausflug ist eine Herausforderung, der man sich stellt.
Du lernst dich selbst kennen und trittst die Wanderung aus eigener Kraft an. Die Erfahrungen, die man hier sammelt, stärken somit zurecht auch das eigene Selbstvertrauen.

Entdecke die Natur – Schätze die Achtsamkeit

Sehr viele Menschen schreiten äußerst unbewusst durch ihr Leben. Viele der Handlungen und Gedanken erfolgen fast selbstständig durch den Geist, wie auf Autopilot. Es ist jedoch sehr zu empfehlen dem entgegenzuwirken.

Achtsamkeit bedeutet eine bewusste Steuerung der Aufmerksamkeit, das bewusste Fokussieren auf das Hier und Jetzt. Durch regelmäßiges Trainieren der Achtsamkeit verbessert sich dein Glücksempfinden, deine Konzentration und sogar das Immunsystem.

Und das Fantastische dabei ist, dass dieses Trainieren sehr schön sein kann. Hierfür bietet sich natürlich die Natur an, schließlich erwähnen wir die Achtsamkeit nicht ohne Grund hier, unter uns Campingfreunden.

Schlendere zum Beispiel durch einen Wald und achte auf deine Sinne. Wie schön ist das Grün der Blätter? Hörst du das Fließen von Wasser? Wie fühlt sich der Wind auf deiner Haut an und was kannst du riechen?

Fazit

Wie wir sehen, können wir uns die Natur zu Nutze machen und unsere Mentale Gesundheit wesentlich stärken. Wir können Ängste abbauen und unser Gehirn trainieren. Auch auf unsere Schlafqualität kann sie enormen Einfluss haben.

Wir können uns selbst besser kennenlernen und Seiten in uns fordern, die wir erst noch entdecken. Zieht eure Wanderschuhe an und schnappt euch eure Campingausrüstung. Ab in die Natur für ein besseres Ich.

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