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Richtig auf eine mehrtägige Wanderung vorbereiten: 8 Tipps

Tagestrips sind dir mittlerweile nicht mehr genug? Zugegebenermaßen, die Natur macht süchtig. Wenn du nun nach einer größeren Herausforderung suchst, oder dich einfach länger in der Natur aufhalten möchtest, dann ist man beim ersten, längeren Trip oft überfragt, was man mitnehmen soll, was wichtig ist und was zu Hause bleiben kann. Wie bereitet man sich also richtig auf eine mehrtägige Wanderung vor?

Die richtige Planung und Vorbereitung ist das A und O beim Wandern. Im Grunde benötigt man alles, was man für eine eintägige Rucksackreise braucht – außer etwas mehr Essen und Toilettenpapier, um weitere Tage draußen in der Natur bleiben zu können. Egal, wie lange die Rucksackreise geht, ob nur einen Tag oder zwei Wochen, jedes Mal wird genau die gleiche Ausrüstung und Kleidung gebraucht.

Wenn du ein Anfänger im Wandern und Zelten in der Natur bist, dann sei dir auf jeden Fall bewusst, dass ein Hike, der mehrere Tage andauert, sehr erschöpfend sein kann und eine nötige Kondition und Ausdauer von dir voraussetzt. Wenn du dich fit genug fühlst und dir eine mehrtägige Wanderung zutraust, dann nimm dir auf jeden Fall im Folgenden unsere 10 Ratschläge zu Herzen.

1. Bereite dich physisch darauf vor

Hole dir am besten noch ein paar Tipps ein, die dir zeigen, wie du dich körperlich auf eine Wanderung vorbereiten und erwärmen kannst. Vorher ins Fitnessstudio zu gehen, ist keine schlechte Idee, und du kannst auch den Trainer nach ein paar Übungen zum Aufbau von Kraft, Ausdauer sowie Stärkung deines Torso und der Beine fragen. Wandern ist ein Ausdauersport – es ist also hilfreich, sich vor allem auf solche Trainingsroutinen zu konzentrieren.

2. Navigation

Nimm immer eine wasserdichte Karte mit, auf der du deine vorgeplante Route findest. Praktisch ist auch ein Kompass und eine Uhr, um stets die geografische und zeitliche Orientierung beizubehalten.
Du kannst auch ein GPS-Gerät mitnehmen, aber verlasse dich nicht vollständig auf Geräte, die mit Batterie oder Akkus betrieben werden, und laufe niemals ohne Karte und Kompass los. Für den Fall der Fälle, dass dein Akku doch mal leer geht, hast du dann nämlich noch die Alternative, offline nachzuschauen, ob du auf dem richtigen Weg bist.

3. Zusätzliche Kleidungsschichten

Kleidung ist ein weiterer, wichtiger Faktor. Hier haben wir eine Liste zusammengestellt, welche Kleidung je nach Jahreszeit mitzunehmen ist:

  • Kurzärmelige Shirts aus synthetischem Material bzw. Funktionsoberteil
  • Langärmlige Shirts
  • Hosen je nach Jahreszeit
  • Unterwäsche, auch lange Unterhosen, wenn es kalt ist
  • ein Paar Wollsocken und ein Paar zusätzliche Socken
  • ein Paar Wanderschuhe
  • Sandalen, wenn du gerade nicht wanderst
  • wasserfeste Windjacke
  • Regenponcho
  • Schwimmsachen, wenn du in der Nähe einer Badestelle bist
  • für Frauen: zwei gute Sport BHs
  • eine Mütze (am besten aus Fleece) und Handschuhe
  • Fleece Jacke oder Daunenweste, je nach Jahreszeit

Je nachdem, wie lange du unterwegs bist, ob einige Tage oder ein paar Wochen, solltest du entsprechend packen und nicht zu viele Ersatzkleidungsstücke mitnehmen. Achte also darauf, dass du genug zum Waschen und Wechseln hast, aber nicht zu viel Kleidung einpackst, sodass dein Rucksack zu schwer wird. Wir empfehlen in dir dieser Hinsicht, Methoden anzuschauen, wie du deinen Rucksack effizient und richtig packst.

4. Leicht und leichter

Und damit sind wir auch beim 4. Punkt – dem Gewicht! Das Tragen eines zu schweren Rucksackes wird auf Dauer sehr anstrengend. Als Faustregel gilt, dass du ungefähr ein Drittel deines eigenen Körpergewichts ohne größere Probleme tragen kannst. Jedes zusätzliche Gewicht belastet deine Füße stärker, die durch das Wandern ohnehin schon beansprucht sind. Somit fangen deine Schuhe an, an Stellen zu drücken, an denen sie in der Vergangenheit keine Probleme verursacht haben. Achte also darauf, dass du die richtigen Wanderschuhe dabei hast, die nirgendwo drücken. Schließlich willst du nicht gleich am ersten Tag mit einer Blase am Fuß zu tun haben! Socken aus Merinowolle oder jene, die speziell für das Wandern und Bergsteigen entwickelt wurden, schonen deine Füße zusätzlich beim Laufen.

Zudem empfiehlt es sich bei einer mehrtägigen Wanderung, in einen eher leichteren Schlafsack und Zelt zu investieren, der aber auch den Wetterbedingungen angepasst sein sollte. Schlafsäcke aus Synthetik halten besser warm und sind auch leichter als andere Materialien.

5. Notfälle

Gehe niemals ohne ein Erste-Hilfe-Set wandern! Wir wollen hier auf Nummer sicher gehen, denn besonders bei mehrtägigen Hikes steigt das Risiko an Verletzungen.
Wenn du alleine wanderst, dann lege dir lieber noch ein Ortungssignal zu, für den Fall der Fälle. Mindestens einmal im Jahr solltest du auch die Inhalte deines Erste-Hilfe-Kastens prüfen und leere oder veraltete Gegenstände ersetzen.
Diese Gegenstände solltest du auf jeden Fall in deinem Erste-Hilfe-Kasten haben:

    • eine Verbandschere + Wundschnellverband
    • ein paar Pflaster in verschiedenen Größen und spezielles Blasenpflaster
    • Pinzette gegen Splitter oder Dornen
    • 2 Sicherheitsnadeln
    • Wundsalbe, Wunddesinfektionsspray
    • antiseptische Cremes und Salben
    • Mittel gegen Durchfall
    • individuelle Medikamente, Allergietabletten etc.
    • Chlordioxid-Tabletten zur Reinigung des Wassers (2-Tages-Vorrat)
    • Mückenschutz
    • Erste-Hilfe-Anleitung

Ein Stift und Stück Papier, um Nachrichten zu schreiben oder Informationen aufzuzeichnen, solltest du im Notfall auch dabei haben.

6. Pflege und Schutz für deine Haut

Viele vergessen beim Wandern oft, eine Tube Sonnencreme, Lippenbalsam und Sonnenbrille mitzunehmen. Beim Wandern ist man allerdings oft der direkten Sonne ausgesetzt, du solltest dich also gut davor schützen. In warmen Gebieten oder im Sommer empfehlen wir ein langärmeliges Hemd, eine lange Hose und einen Hut, um stechende Insekten oder die Sonne vorzubeugen.

Praktisch und einfach mitzunehmen ist auch eine biologisch abbaubare Campingseife. In der Regel ist der Einsatzbereich von Campingseifen sehr vielseitig und lässt sich für Körper und Haare, sogar für Geschirr und schmutzige Wäsche verwenden. Du brauchst also keine weiteren Produkte für deine Körperhygiene mitzunehmen und sparst viel Platz im Rucksack.

7. Essen

Je nachdem, wie lange deine Wanderung andauert, solltest du genug Essen mitnehmen. Hierbei beträgt die empfohlene Gewichtsmenge an Essen pro Tag etwa 600-800 gramm.
Außerdem ist es wichtig, sich vorher zu informieren, ob in dem Wandergebiet wilde Tiere hausen. In Gebieten, in denen Bären ihr Habitat haben, solltest du eine bärensichere Tasche dabei haben, um dein Essen vor Bären oder anderen Tieren zu schützen.

Eine gute Orientierung, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, ist es, dein frisches Essen zuerst zu essen. Plane so, dass alle verderblichen Produkte zur richtigen Zeit gegessen werden, und du sie nicht am Ende deiner Reise wegschmeißen musst, weil sie schlecht geworden sind. Das ist zum einen schlecht für die Umwelt, und zum anderen bedeutet das, dass du die Lebensmittel umsonst in deinem Rucksack hin und hergeschleppt hast. Packe daher auch genug gefriergetrocknete Lebensmittel ein, die länger haltbar sind. Diese findest du in zahlreichen Geschäften für Camping und Outdoorbedarf und werden in Packungen verkauft.

8. Genug Flüssigkeit

Von größter Wichtigkeit ist es, beim Wandern ausreichend Flüssigkeit dabei zu haben und zu sich zu nehmen. Optimal sind zwei Ein-Liter-Plastikflaschen. Wenn du wenig Platz im Rucksack hast, kannst du dir auch überlegen, in eine Trinkweste oder einen Wassergürtel zu investieren. So kannst du das Wasser ergonomischer transportieren.

An einigen Wanderrouten mag es nicht immer Trinkwasserquellen geben, an denen du deinen Wasservorrat wieder auffüllen kannst. Erkundige dich daher am besten im Vorhinein, wie es auf deiner Wanderroute mit Wasserquellen aussieht. Denn optional kannst du auch in Reinigungstabletten oder einen Strohhalm mit Wasserfilter investieren. Es kann auch hilfreich sein, eine isotonische Getränkemischung in Pulverform mitzunehmen, um dein Energielevel aufrechtzuerhalten.

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