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Wassersäule beim Zelt: Was bedeutet die Wassersäule?

Du suchst nach einem wasserdichten Zelt oder bist auf der Suche nach einer Regenjacke, die dich auch dann trocken hält, wenn es aus Kübeln regnet?

Woran erkennst du ein wasserdichtes Material? Besteht ein Unterschied zwischen wasserabweisenden und wasserdichten Materialien? Welche Wassersäule wählst du am besten für dein Zelt oder für deine Kleidung?

Aufgrund der steigenden Beliebtheit des Zeltens und der Outdoor-Aktivitäten, interessieren sich immer mehr Menschen für wasserdichte Zelte und Bekleidung.

In diesem Artikel erfährst du alles, was du über die Wassersäule wissen musst, wieso die Angaben der Produkte aus verschiedenen Ländern Unterschiede aufweisen und welche Wassersäule bestimmte Produkte mindestens aufweisen sollten.

Anschließend bekommst du auf gängige Fragen bezüglich der Wassersäule eine detaillierte Antwort und wirst somit zum wahren Experten bezüglich der Wassersäulen in Produkten.

Denn, wie sagt man so schön? – Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur eine schlechte Kleidung und eine schlechte Ausstattung.

 

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Wassersäule sagt aus, welchem Druck das Material standhält und inwiefern es gegen das Eindringen von Wasser standhält.
  • Es gibt keine allgemeinen Bestimmungen, die besagen, wie Labore die Wassersäule bestimmen müssen. Demnach bestehen zwischen den Angaben in Europa und Amerika auch fundamentale Unterschiede.
  • Eine Wassersäule kann unterschiedlich hoch ausfallen. Je höher der Wert ausfällt, umso mehr hält das Material dem Druck stand.

 

Einfach und verständlich erklärt: Was ist eine Wassersäule?

Der Begriff „Wassersäule“ lädt dazu ein, dir die unterschiedlichsten Dinge unter ihr vorzustellen. Vermutlich bist du auch schon bereits in dem Rahmen deiner Suche nach einem Zelt oder auch einer Jacke auf den Begriff der Wassersäule gestoßen und stellst dir nun die berechtigte Frage, was sich genau hinter ihm versteckt.

Was genau musst du dir hinter einer Wassersäule beim Zelt vorstellen und wie darfst du den Wert „2.000 mm Wassersäule“ interpretieren?

Suchst du nach einer ganz einfachen und kurzen Erklärung, bedeutet die Wassersäule im Zelt nichts weiter, als dass du dich für den Kauf eines wasserdichten Modells entscheidest.

Doch, was hat es nun mit dem Begriff der „Säule“ auf sich? Bauen Hersteller in ein 2.000 mm Wassersäule Zelt eine wahre Säule aus und nennen ihr Endprodukt dann Wassersäule Zelt?

Die wenigsten Menschen wissen, dass sich hinter dem Begriff „Säule“ nicht nur die Pfosten und eben Säulen verstecken, die das Fundament eines Gebäudes bilden und Bauwerke tragen, sondern dass sich hinter ihm auch eine Maßeinheit verbirgt.

Wie die Säulen an einem Gebäude die große Verantwortung tragen, dieses zu halten, trägt die Wassersäule beim Zelt die Verantwortung dafür, es wasserdicht zu machen und die Anwender somit vor dem Eindringen des Regens oder anderer Feuchtigkeit zu schützen.

In dem Rahmen der Maßeinheiten steht die Maßeinheit „Säule“ für den Druck. Sprich: Die Wassersäule beim Zelt gibt an, wie wasserdicht sich dieses gestaltet. Doch, wie schon erwähnt, bezieht sich eine 2.000 mm Wassersäule zwar auf ein Zelt, dennoch findet sich diese Maßeinheit nicht nur in dem Rahmen der Zelte wieder.

Allgemein weisen alle Utensilien, die sich dadurch auszeichnen wasserdicht zu sein, durch das Vorhandensein einer Wassersäule aus. So findest du auf dem Markt unter anderem auch eine Wassersäule Jacke oder eine Wassersäule Kleidung.

An und für sich bedeutet der Begriff „Wassersäule“ also, dass ein Material resistente Eigenschaften gegenüber Wasser und anderer Feuchtigkeit mit sich bringt. Je höher der Wert bezüglich der Wassersäule ausfällt, umso mehr erfüllt das Material seine wasserabweisenden Eigenschaften.

Vielleicht hast du bereits schon einmal einen Blick auf ein wasserdichtes Zelt geworfen und dort festgestellt, dass Hersteller die Wasserdichte ihrer Materialien, wie bei einer 2.000 mm Wassersäule in der Maßeinheit „Millimeter“ angeben.

Um nun auch den Zusammenhang zu dem zuvor erwähnten Druck herzustellen, gibt die Wassersäule – ganz egal, ob Wassersäule beim Zelt, Wassersäule bei der Jacke oder allgemein die Wassersäule an der Kleidung – an, welchem Wasserdruck das Obermaterial standhält, bevor das Wasser zu ihm durchdringt. Eine 2.000 mm Wassersäule bedeutet in bar ausgedrückt einem Druck von 0,2 bar.

Das erklärt auch, wieso sich einige Materialien als wasserabweisend und andere als wasserdicht auf dem Markt wiederfinden. Die Wassersäule an und für sich bedeutet nicht, dass ein Zelt vollkommen wasserdichte Eigenschaften mit sich bringt. Sie besagt lediglich ab welchem Druck das Material Wasser durchlässt.

So lässt beispielsweise eine 2.000 mm Wassersäule Wasser durch, sobald dieses mit einem Druck von mehr als 2.000 mm auf das Material trifft.

Möchtest du es ganz einfach sagen, bedeutet die Wassersäule beim Zelt, inwiefern dieses beim Kontakt mit Wasser belastbar ist.

Wie funktioniert eine Wassersäule?

Bevor du dir die Frage „Zelt – welche Wassersäule?“ stellst, ist es wichtig zu verstehen, auf welche Art eine Wassersäule funktioniert.

Wie du schon weißt, steht die Wassersäule beim Zelt im direkten Zusammenhang mit dem Druck und besagt somit, wie viel Wasser das Material standhält, bevor die Feuchtigkeit zum Innenraum durchdringt.

Anders, als es das bildliche Vorstellungsvermögen in Kombination mit der Unwissenheit darüber, was eine Wassersäule beim Zelt überhaupt ist, vermuten mag, bauen Hersteller keine 2.000 mm Wassersäule in der Form einer echten Säule in die Zelte ein, sondern sie verarbeiten wasserabweisende Materialien zu den Zelten. Oft versehen sie die Oberfläche im Anschluss daran mit einer Beschichtung, die die wasserabweisenden Eigenschaften des Materials verstärkt und folglich für eine höhere Wassersäule im Zelt sorgt.

Bezüglich der Funktionsweise der Wassersäule spielt nicht nur der Druck des Wassers, sondern auch der Druck der Personen, die sich im Inneren des Zeltes aufhalten, eine wichtige Rolle. So erzeugst du, je nach Körpergewicht, einen bestimmten Druck auf das Material. Auch dieser Druck beeinflusst die Wassersäule und die Frage, inwiefern dein Zelt wasserdichte Eigenschaften mit sich bringt.

Wiegst du beispielsweise 83 Kilogramm, erzeugst du einen Druck von circa 0,22 bar. Eine 2.000 mm Wassersäule würde dir in diesem Fall nicht reichen, was auch der Grund dafür ist, dass Experten bezüglich der Wassersäule im Zelt immer dazu raten, sich für eine sehr große Wassersäule zu entscheiden.

Wie du nun sehen kannst bestimmt nicht nur eine 2.000 mm Wassersäule oder auch ein anderer höherer Wert die Wasserdichte deines Zeltes. Wie effektiv dich eine Wassersäule im Zelt vor dem Eindringen von Wasser schützt, basiert immer auch auf anderen Faktoren.

Unter diese Faktoren fallen unter anderem:

  • Die Beschaffenheit des Materials im Innen- und im Außenzelt. So bringt ein Zelt aus Baumwolle in der Regel von Natur aus und materialbedingt wasserdichte Eigenschaften mit sich, auch wenn der Hersteller keine Wassersäule angibt.
  • Das Material des Zeltbodens
  • Die Dichtigkeit der Nähte – selbst ein Zelt mit Wassersäule 10.000 schützt dich nicht zuverlässig vor dem Eindringen von Wasser, wenn die Nähte mit ihrer Verarbeitung Wasser durchlassen. Dasselbe trifft dabei auch auf die Reißverschlüsse und ihre Dichtigkeit zu.

Wassersäule richtig lesen: Wie misst man eine Wassersäule?

Du weißt nun bereits, dass die Maßeinheit „Säule“ im Zusammenhang mit Druck steht und Druck folglich auch bezüglich der Ermittlung der Wassersäule im Zelt eine wichtige Rolle spielt.

Behalte dabei jedoch immer im Hinterkopf, dass kein Standard bestimmt, inwiefern die Messung und demnach Bestimmung der Wassersäule erfolgt. Vor allem zwischen den beiden Kontinenten Europa und Amerika bestehen in diesem Zusammenhang große Unterschiede:

  • Amerikas Tests bezüglich der Wassersäule – nicht nur beim Zelt, sondern auch bezüglich der Wassersäule Jacke und allgemein der Wassersäule in Kleidung – fallen sehr streng und hart aus. Denn Amerika ermittelt die Wasserdichte eines Produktes anhand der fünfjährigen Nutzung.
  • In Europa greifen die Hersteller jedoch auf die neuen Produkte zurück und geben beim Verkauf somit die Wassersäule an, die sie bei einem neuen und somit noch nicht verwendeten Produkt gemessen, bzw. geschätzt haben.

Du selbst kommst nicht in die Verlegenheit die Wassersäule messen zu müssen. Mitarbeiter in Laboren bestimmen den Wert der Wassersäule hingegen basierend auf folgenden Schritten:

  1. Sie geben das Stück Stoff, von welchem sie die Wassersäule ermitteln wollen, in einen Zylinder.2
  2. Langsam befüllen sie den Zylinder mit Wasser.
  3. Nun messen die Experten die Zeit und bestimmen den Zeitpunkt, zu welchem das Wasser durch das Material durchdringt.
  4. Basierend auf dem Zusammenhang zwischen Zeit und Druck berechnen sie den gemessenen Wert der Zeit anschließend in Druck um und geben diesen anschließend daran in der Maßeinheit „Millimeter“ an, an der du dich wiederum bezüglich des Kaufs und der Frage „Zelt – welche Wassersäule?“ orientierst.

Wassersäule Wertangaben

Zelte auf dem Markt unterscheiden sich nicht nur in ihrer Form, Größe, Farbe und inneren Aufteilung, sondern es bestehen zudem fundamentale Unterschiede im Hinblick auf die Wassersäule.

Vielleicht hast du bereits ein Zelt zu Hause, das sich als Zelt mit Wassersäule 10.000 mm präsentiert oder du findest die Angabe 2.000 mm Wassersäule auf dem Etikett oder der Beschreibung des Herstellers wieder.

Grundsätzlich findest du auf dem Markt sehr viele unterschiedliche Wassersäulen bei den Zelten und auch bei der Kleidung wieder, sodass dir ein sehr großes Angebot zur Verfügung steht, aus dem du dein richtiges Zelt mit der passenden Wassersäule und die richtige Kleidung mit der richtigen „Wassersäule Kleidung“ findest.

  • 1000 mm: Eine Wassersäule von 1.000 mm bedeutet, dass das Material einem Druck von 0,1 bar standhält. Zudem entspricht dieser Wert dem Druck, den eine Person mit einer Körpergröße von 1,80 Metern und einem Körpergewicht von circa 80 kg erzeugt.
  • 1500 mm: Bei einer Wassersäule von 1.500 mm, schützt dich das Material bis zu einem Druck von 1,5 bar vor dem Wasser. Ab diesem Wert gelten Textilien in Deutschland als allgemein wasserdicht.
    2000 mm: Eine 2.000 mm Wassersäule verhindert das Eindringen des Wassers bis zu einem Druck von 0,2 bar.
  • 4000 mm: Entscheidest du dich für eine 4.000 mm Wassersäule beim Zelt, schützt dich dieses bis zu einem Druck von 0,4 bar. Diese Wassersäule müssen Zelte laut der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA) in der Schweiz erfüllen, um als wasserdicht zu gelten.
  • 5000 mm: Den Druck von 0,5 bar, der der Wassersäule von 5000 mm entspricht, übt eine Person von circa 80 Kilogramm aus, wenn sie sitzt.
  • 7000 mm: Entscheidest du dich für eine Wassersäule von 7.000 befindest du dich auf der sicheren Seite. Denn in diesem Fall hält das Material dem Druck von 0,7 bar stand.
  • >10000 mm: Weißt dein Zelt die Wassersäule 10.000 mm auf, verlässt du dich auf ein durch und durch hochwertiges Modell, das Wasser zuverlässig aus dem Innenraum fernhält. Denn ab diesem Wert fällt Outdoorbekleidung unter die Kategorie der guten Wasserdichtigkeit. Die Achte bei dem Kauf deiner Kleidung somit immer auf eine 10.000 mm Wassersäule bei Jacken und einer 10.000 mm Wassersäule bei Kleidung allgemein – sofern sie bei Regen oder in feuchten Gebieten ihren Einsatz finden.
  • 14.000 mm: Denn den Druck von 1,4 bar übt eine Person mit dem Körpergewicht von 80 kg aus, wenn sie kniet. Somit stellt eine 14.000 mm Wassersäule im Zelt ein sehr zuverlässiges Modell dar, das dich vor Wasser und anderer Feuchtigkeit schützt.

Nun besteht vielleicht weiterhin die Frage „Zelt-Welche Wassersäule?“ auf die eine in Deutschland geltende DIN-Norm eine Antwort gibt. Sie besagt, dass dich ein Zelt bereits mit einer Wassersäule von 1.300 mm schützt. Damit gehen viele Menschen davon aus, mit dem Kauf einer 2.000 mm Wassersäule auf Nummer sicher zu gehen.

Eine 2.000 mm Wassersäule reicht bei einem Zelt für den Campingplatz oder für geplante Trekkingtouren jedoch in der Regel nicht aus nicht aus. Greife am besten mindestens auf eine 3.000 mm Wassersäule zurück, um sicherzustellen, dass das Zelt der mehrtägigen Belastung standhält und seiner wasserabweisenden Funktion auch nach mehreren Jahren noch nachkommt.

Beachte zudem, dass sich der Zeltboden von dem Rest des Zeltes unterscheidet. Durch den direkten Kontakt zu dem Boden und somit auch zu der Feuchtigkeit, erfährt er eine sehr viel größere und höhere Beanspruchung als die anderen Bestandteile.

In diesem Fall stellt ein Zelt der Wassersäule 10.000 mm oder mindestens 5.000 mm unter Umständen die bessere Wahl dar -zumindest beim Boden. Viele Hersteller bauen in den Zeltboden und den Rest des Zeltes unterschiedliche Wassersäulen ein, wobei die Wassersäule des Zeltbodens dabei, aus besagten Gründen, oft höher ausfällt.

Empfohlene Wassersäule bei einer Regenjacke

Wie hoch die Wassersäule einer Jacke ausfällt, basiert immer auf dem Hersteller und auf den von ihm verwendeten Materialien. Eine 2.000 mm Wassersäule reicht in diesem Fall nicht aus, da die Werte in der Regel nicht unter 10.000 mm liegen, um sicherzustellen, dass die Regenjacke unter die Kategorie der hochwertigen und wasserundurchlässigen Jacken fallen.

Nicht selten findest du auf dem Markt aber auch Modelle, die auch die 10.000 mm Wassersäule sprengen und stattdessen einen Wert von 20.000 und in einigen Fällen sogar 30.000 mm findest.

Behalte diesbezüglich aber auch immer im Hinterkopf, dass sich der Wert immer auf neue Jacken bezieht und die Modelle nach und nach – je länger und öfter du sie nutzt – an diesem Wert einbüßen. Das trifft nicht nur auf die Jacken, sondern auch auf 2.000 mm Wassersäulen und andere Werte zu.

Aus diesem Grund raten sehr viele Hersteller dazu, die Regenjacke regelmäßig zu imprägnieren, um die Wassersäule zu unterstützen.

Empfohlene Wassersäule bei Bekleidung

Bezüglich der Bekleidung gelten unterschiedliche Empfehlungen bezüglich der Wassersäule.

Winterjacken und allgemein Outdoorjacken sollten, wie ein gutes Zelt eine Wassersäule 10.000 mm aufweisen. Somit stellt die Wassersäule von 10.000 mm auch bei Skihosen und Regenbekleidung im Allgemeinen ein guter Wert für die Orientierung dar.

Entscheide dich im Zweifelsfall immer besser für eine höhere Wassersäule, als dich unter die 10.000 mm zu begeben. Achte auch darauf, dass deine Wander oder Trekkingschuhe wasserdicht sind.

Empfohlene Wassersäule beim Zelt

Auf die Frage „Zelt – welche Wassersäule?“ gibt keine pauschale Aussage eine endgültige Antwort. Denn jeder Anwender plant für sein Zelt andere Einsatzbereiche und jeder Besitzer belastet sein Zelt auf eine andere Art.

Die allgemeine Empfehlung lautet, ein Zelt immer mit einer Wassersäule von mindestens 3.000 mm zu kaufen. Findet das Zelt jedoch regelmäßig seinen Einsatz und erfährt es eine sehr große Belastung durch viele Menschen, bietet sich der Kauf eines Zeltes mit einer höheren Wassersäule von 5.000 oder auch 10.000 mm an.

Mit einer 10.000 mm Wassersäule beim Zelt gehst du auf jeden Fall auf Nummer sicher.

Empfohlene Wassersäule bei Rucksäcken

Viele Hersteller werben auf dem Markt für ihre wasserfesten Rucksäcke. Doch, was genau bedeutet „wasserfest“ überhaupt? In der Regel weisen diese Rucksäcke eine Wassersäule von 1.400 mm auf, womit sie Wasser nicht wirklich zuverlässig aus dem Inneren fernhalten. Zwar dringt leichter Regen nicht direkt durch das Material durch, doch um dich wirklich über einen wasserabweisenden Rucksack freuen zu dürfen, brauchst du eine deutlich höhere Wassersäule.

In der Regel stellen Hersteller ihre Rucksäcke jedoch nicht mit dem Gedanken her, Wasser aus dem Innenraum fernzuhalten, sodass dieser Aspekt keine Priorität darstellt.

Selbst, wenn du dir einen Rucksack mit einer höheren Wassersäule als 1.400 mm kaufst, dringt Wasser nicht selten auch über die Nähte in das Innere.

Erst, wenn dein Rucksack eine Wassersäule von mindestens 3.000 mm aufweist und über wasserdichte Reißverschlüsse verfügt, freust du dich über ein Modell, das das Innere des Rucksacks zuverlässig vor dem Eindringen des Wassers schützt – in den Fluss oder in den See solltest du deinen Rucksack dennoch nicht werfen. Du erinnerst dich? – Auch der Inhalt übt Druck auf das Material auf!

Empfohlene Wassersäule für den Garten

Die Wassersäule vom Zelt für den Garten fällt in der Regel deutlich geringer aus, als die Wassersäule beim Zelt für den Campingurlaub. Grundsätzlich nutzen Menschen die Zelte für den Garten bei schönem Wetter, sodass die Hersteller oft gar keine Wassersäule in die Produkte integrieren und keinen Wert darauf legen, sie mit einer wasserabweisenden Beschichtung zu versehen.

Oft findet für die Zelte, die im Garten ihren Einsatz finden, Baumwolle ihre Anwendung. Diese weist, auch wenn sich der Hersteller nicht darum bemüht, das Produkt mit einer Wassersäule zu versehen, von Natur aus wasserabweisende Eigenschaften auf.

FAQ: Häufige Fragen zur Wassersäule beantwortet

 

Eine 2.000 mm Wassersäule reicht, wie du weiter oben im Ratgeber lesen kannst, in der Regel nicht aus, um dich im Inneren des Zeltes zuverlässig vor Regen zu schützen.

Orientiere dich bei dem Kauf eines Zeltes für den Campingurlaub oder deine Trekkingtour lieber an der Untergrenze von mindestens 3.000 mm. Im Zweifelsfall wählst du jedoch ein Modell, das sich über eine deutlich höhere Wassersäule auszeichnet und seiner Funktion als schützendes Zelt somit sehr viel besser und auch entsprechend zuverlässiger nachkommt.

Nutzt du dein Zelt für den Garten, reicht eine 2.000 mm Wassersäule hingegen vollkommen aus. Oft bestehen diese Modelle sowieso aus Baumwolle und verfolgen gar nicht das Ziel, Wasser aus dem Innenraum fernzuhalten.

Eine Wassersäule verliert mit jeder Anwendung des Produktes und mit jeder Belastung immer mehr an Effizienz. Natürlich kommt sie ihrer schützenden Funktion weiterhin nach, allerdings lässt der Effekt mit der Zeit immer mehr nach.

Labore in Amerika nehmen sich diese Tatsache zum Anlass, um die Wassersäule bei Produkten anhand einer 5-jährigen Nutzung zu bestimmen. So schätzen Käufer sehr viel besser ein, welches Produkt die schützenden Eigenschaften am besten erfüllt.

In Europa hingegen geben Hersteller die Wassersäule der Produkte im Neuzustand an. Demnach empfehlen sehr viele Experten dazu, sich immer für eine höhere Wassersäule zu entscheiden. Selbst, wenn diese in ihrem schützenden Effekt nachlässt, bringt das in diesem Fall keine Folgen mit sich. Anders gestaltet es sich, wenn du direkt auf eine 2.000 mm Wassersäule setzt und diese mit der Zeit nachlässt.

Wasserdichte und atmungsaktive Eigenschaften schließen sich nicht aus. So findest du auf dem Markt unter anderem Produkte, die auf der einen Seite damit werben, Wasser effektiv und zuverlässig fern zu halten und auf der anderen Seite atmungsaktive Eigenschaften mit sich zu bringen.

In Hinblick auf Zelte verarbeiten Hersteller oft nicht nur wasserdichte und atmungsaktive Materialien, sondern bauen auch zusätzliche Belüftungsöffnungen in die Zelte ein. Diese stellen sicher, dass die Luft ausreichend und zuverlässig im Inneren des Zeltes zirkuliert und dir somit eine gute und angenehme Atmosphäre zur Verfügung stellt.

Gehe also nicht automatisch davon aus, dass Materialien nicht zu derselben Zeit wasserdichte und atmungsaktive Eigenschaften mit sich bringen, sondern lege Wert darauf, dass die Produkte deiner Wahl beide Anforderungen erfüllen.

Wie schon in Abschnitten weiter oben dargestellt, schützt dich eine wasserdichte Jacke zuverlässig vor Regen. Allerdings lässt diese Funktion mit der Zeit nach, weshalb du deine Jacke für einen effektiven und zuverlässigen Schutz am besten imprägnierst.

Die Imprägnierung deiner Jacke unterstützt die wasserabweisenden Eigenschaften der Jacke und stellt somit sicher, dass der Druck, der auf deine Jacke trifft, diese nicht in ihrer schützenden Funktionsweise trübt.

Mit Sicherheit hast du bereits festgestellt, dass Hersteller einiger Produkte mit wasserdichten und Hersteller anderer Produkte mit wasserabweisenden Eigenschaften der Materialien für sich werben. Doch, inwiefern unterscheiden sich diese beiden Begriffe voneinander? Entscheidest du dich lieber für ein wasserdichtes oder für ein wasserabweisendes Material?

Ein wasserabweisendes Material trägt in einigen Fällen auch die Bezeichnung des wasserfesten Materials und lässt das Wasser, sowie Schmutz an der Oberfläche abperlen. Damit hindert es das Wasser daran, durch das Material zu gelangen. Zeichnet sich ein Material dadurch aus, wasserdicht zu sein hindert es das Wasser durch seine Beschaffenheit und Wassersäule daran, in das Innere durchzudringen.

Ab einer Wassersäule von 10.000 mm gelten Textilien als „sehr wasserdicht“ und schützen dich demnach zuverlässig vor dem Eindringen von Wasser. Du findest diese Wassersäule von 10.000 mm, die einem Druck von bis zu 1,4 bar standhält unter anderem in Regenjacken oder allgemein in Outdoor-Bekleidung wieder. Allerdings setzen inzwischen auch viele Hersteller von Zelten auf eine Wassersäule von 10.000 mm.

Wie du in einem Abschnitt weiter oben bereits lesen konntest, bedeutet eine Wassersäule von 5.000 mm den Druck, den eine sitzende Person mit dem Körpergewicht von circa 80 Kilogramm aufweist.

Suchst du demnach nach einem Zelt, das dir nicht nur zum Schlafen dient, sondern dich auch am Tag zum Entspannen und Verweilen einlädt, bietet sich der Kauf eines Modells mit der Wassersäule von mindestens 5.000mm besser an, als der Kauf eines Modells, das sich durch eine 2.000 mm Wassersäule auszeichnet.

Experten empfehlen allgemein bei dem Kauf des Zeltes Wert auf eine Wassersäule von mindestens 3.000 mm zu legen. Weist ein Material eine Wassersäule von 3.000 mm auf, würde dieses Wasser bis zu einem Druck von 0,3 bar – was im Übrigen einer Tiefe von 3 Metern entspricht – standhalten.

Wasser würde nur dann durch das Material dringen, wenn sich das Zelt in einer Tiefe über 3 Metern, sprich: ab 3,1 Metern befindet.

 

Fazit

Du möchtest dir ein Zelt kaufen und stehst vor der Frage „Zelt – Welche Wassersäule?“?
In diesem Fall stellt sich nicht nur die Frage danach, welche Wassersäule dein Zelt zu einem guten und wasserdichten Produkt macht, sondern es drängt sich auch die Frage danach auf, was die Wassersäule überhaupt ist.

Dank der Informationen aus diesem Artikel weißt du nun bestens, ab wann ein Zelt als wasserdicht gilt und, inwiefern die Wassersäule einer Jacke oder die Wassersäule bei Kleidung eine Rolle spielt.

Achte immer auf eine gute Wassersäule und verlasse dich somit auf die Produkte die du kaufst, damit deine Unternehmungen durch eine zu geringe Wassersäule nicht ins Wasser fallen – im wahrsten Sinne des Wortes.

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